Zahlen lügen nicht - 6 Vorteile für Ihr Unternehmen durch Partnerschaften

Als Unternehmer müssen Sie voll und ganz Ihrem Instinkt vertrauen. Immerhin sind Sie für die Entscheidungen und Handlungen zuständig, die zum Erfolg Ihres Unternehmens beitragen. Ein ausgeprägter Instinkt ist in der Unternehmenswelt unerlässlich, doch manchmal ist es von Vorteil, wenn man diese Entscheidungen und Handlungen mit einer anderen Person besprechen kann. Sie können das Unternehmenspotenzial maximieren, indem Sie sich mit anderen Geschäftspartnern und Unternehmen in Ihrer Branche oder Umgebung zusammenschließen. Und so geht‘s!

1. Holen Sie sich Rat von Experten.

Als Geschäftsführer müssen Sie viele unterschiedliche Fertigkeiten besitzen. Sie müssen sich natürlich mit den Produkten und Dienstleistungen auskennen, die Sie anbieten. Ganz gleich, in welcher Branche Sie tätig sind, Sie können immer wieder Neues über die Unternehmensleitung dazulernen. Frischgebackene Unternehmensgründer könnten sich fragen:

  • Wie kann ich Kunden gewinnen?
  • Welche Informationen gehören auf einen Flyer?
  • Wie viel Geld sollte ich für Werbung ausgeben?

Ein Sprichwort besagt, dass man aus Erfahrung lernt, doch manchmal ist dieser Lernprozess eher langwierig und kostenintensiv. Wenn Sie auf schnelle und unkomplizierte Art und Weise Antworten auf diese und ähnliche Fragen erhalten möchten, empfehlen wir Ihnen, sich Rat von Experten zu holen.

Einige Unternehmer haben den Vorteil, sich jederzeit Tipps und Ratschläge von Familienmitgliedern oder Freunden einholen zu können, die ihre eigene Firma leiten. Viele haben diesen Luxus jedoch nicht. In Deutschland gibt es mittlerweile jedoch viele Möglichkeiten, als Kleinunternehmer Unterstützung, Rat und Austausch zu finden. Im Internet finden Sie zahlreiche Netzwerke für Unternehmen der gleichen Branche. Dort können Sie andere Kleinunternehmer beispielsweise kennenlernen, sich austauschen und sich Ratschläge holen.

Sie können sich auch einem Gründerzentrum anschließen, um von den dort angebotenen Informationsveranstaltungen und Schulungen zu profitieren (sofern Ihr Unternehmen die jeweiligen Anforderungen erfüllt). Diese Gründerzentren bieten gegen Gebühr unterschiedliche Dienste und Leistungen wie beispielsweise geteilte Büroräume, Management-Schulungen und verschiedene Ressourcen für Unternehmer. Wenden Sie sich an die zuständigen Personen in Ihrer Region, um Informationen über Gründerzentren in Ihrer Nähe zu erhalten und sich über die jeweiligen Anforderungen zu informieren.

2. Machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam.



Ann Fry, Executive Coach und Speaker, hat vor ihrer Rückkehr in ihre Heimatstadt viele Jahre lang außerhalb gearbeitet. Trotz der jahrelangen Erfahrung auf dem Gebiet des Coaching und der Psychotherapie war es nach ihrem Umzug in ihre Heimat schwierig, neue Kunden zu gewinnen. Sie war in der Gegend nicht mehr so bekannt wie früher und es gab bereits sehr viel Konkurrenz.

Sie schloss sich mehreren Networking-Gruppen an und lud andere Personen aus dieser Branche auf einen Kaffee ein, um mögliche Synergien und Chancen für die Zusammenarbeit zu entdecken. Auf diese Art und Weise wollte sie auf sich und auf Ihre Qualifikationen aufmerksam machen. Außerdem veranstaltete Sie Networking-Partys, zu denen sie Personen aus dem Personal- und Schulungswesen einlud, und half freiwillig einer Mentoring-Gruppe beim Aufbau eines Programms für Start-ups.

Ihre Bemühungen zahlten sich aus. Drei wichtige Coaching-Unternehmen meldeten sich bei ihr und verschafften ihr neue Privat- und Geschäftskunden. Im Rahmen der freiwilligen Arbeit in der Mentoring-Gruppe lernte Sie zudem eine Frau kennen, die sie mit einigen Geschäftsleuten bekanntmachte, die ihr Unternehmen wiederum anderen weiterempfahlen.

3. Gehen Sie strategische Partnerschaften ein.

„Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen werden Ihr Geschäft enorm ankurbeln und Ihnen Möglichkeiten verschaffen, die alleine vielleicht gar nicht zustande kommen würden“, meint Sandra L. Stein. Sandra ist Chefin einer Firma für Unternehmensberatung. Sie hat eine ausgezeichnete Ausbildung im Bereich Marketing und erkennt auf Anhieb die Stärken und Schwächen einer Organisation. Unternehmern zeigt sie den richtigen Umgang mit ihren vorhandenen Ressourcen, um das Beste herauszuholen.

„Durch strategische Partnerschaften können Unternehmen ihr Angebot erweitern und Dienste oder Produkte anbieten, die sie im Alleingang womöglich nicht oder nur teilweise hätten zur Verfügung stellen können“, fügt sie hinzu. Für Kleinunternehmer bedeutet das, dass sie auch größere Aufträge annehmen können. Stein erklärt, dass strategische Partnerschaften außerdem auch dazu beitragen können, neue Kunden zu finden. „Ich habe im Rahmen eines bestimmten Projekts mit einem großartigen Unternehmen zusammengearbeitet. Als dieses Unternehmen wiederum auf der Suche nach einem Marketingberater für einen seiner Kunden war, wendete es sich an mich.“

4. Überstehen Sie jede Dürreperiode.

Für Einzel- und Kleinunternehmer ist es gar nicht so einfach, einen stetigen Auftragsfluss zu sichern. Klempner, Elektriker, Schreiner und sonstige Facharbeiter meinen, dass Marketing vor allem in den ersten paar Jahren eine große Herausforderung für sie darstellt. Der monetäre und zeitliche Aufwand bei der Schaltung von Werbung und der Weiterverfolgung von Kundenkontakten ist groß. Hinzu kommt, dass andere lukrative Tätigkeiten evtl. etwas vernachlässigt werden. Ein weiteres Risiko ist, dass Kleinunternehmen aufgrund der Geschäftsgröße ignoriert werden, da sie nur einen bestimmten Teil eines Projekts übernehmen können.

Daher ist es empfehlenswert, den Kontakt zu Großunternehmern in Ihrer Branche aufzunehmen. Nehmen wir ein Beispiel zu Hand: Ein auf Küchen spezialisiertes Renovierungsunternehmen vergibt regelmäßig bestimmte Arbeiten an Elektriker, Schreiner, Klempner und Fliesenleger, die im Rahmen von unterschiedlichen Projekten immer wieder zusammenarbeiten. Wenn einer dieser Facharbeiter einen großen Auftrag landet, kann er bestimmte Aufgaben an diese Kollegen weitergeben. Selbst wenn das Renovierungsunternehmen geschlossen wird, können diese Facharbeiter in Kontakt bleiben und gelegentlich zusammenarbeiten.

Ein Problem bei der Weitervergabe von Aufträgen sind die Beziehung zum Kunden, die Empfehlungen und der direkte Wettbewerb. Stellen Sie deshalb noch vor Auftragsbeginn die allgemeinen Erwartungen des Subunternehmens und die rechtlichen Verpflichtungen klar.

5. Bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand.

Wenn Sie daran interessiert sind, neue Partnerschaften einzugehen und aufzubauen, um somit neue Kunden zu gewinnen, treten Sie geschäftlichen Netzwerken bei. Die Gastredner, die zu den Treffen eingeladen werden, behandeln Themen, die die Mitglieder interessieren, und verraten nützliche Tipps zur Führung eines erfolgreichen Geschäfts. Dank dieser Veranstaltungen bleiben die Mitglieder stets auf dem neuesten Stand.

„Unternehmer müssen über so viele unterschiedliche Dinge Bescheid wissen“, erklärt Stein. „Daher ist es sehr nützlich, an Präsentationen und Konferenzen teilnehmen zu können. Unternehmer haben die Möglichkeit, Neues zu lernen und somit der Kompetenz einen Schritt voraus zu bleiben. Doch ganz davon abgesehen bietet Networking eine Vielzahl von Vorteilen!“

Wenn Sie das meiste aus Ihrer Teilnahme an einem Geschäftsnetzwerk herausholen möchten, müssen Sie sich vergewissern, dass das Angebot des Netzwerks mit Ihren Bedürfnissen übereinstimmt. Besonders wichtig ist auch, dass Sie regelmäßig an den Veranstaltungen teilnehmen und den anderen Mitgliedern so weit wie möglich helfen. Wenn Sie sich einen guten Ruf innerhalb des Netzwerks aufbauen, werden Sie ganz schnell neue Kunden gewinnen.

6. Nutzen Sie den Größenvorteil.

Beim Knüpfen neuer Kontakte in Ihrer Umgebung oder in Ihrer Branche werden Sie bestimmt auch solche Unternehmer kennenlernen, die denselben Markt wie Sie bedienen, aber keine Konkurrenz für Sie sind. Unterhalten Sie sich mit diesen Personen und finden Sie heraus, in welchen Bereichen ihre Unternehmen zusammenarbeiten könnten. Sie könnten beispielsweise bei der Mailingkampagne gemeinsame Sache machen und sich die Kosten teilen. Sie könnten aber auch im Rahmen der jeweiligen Mailingkampagnen für das jeweils andere Unternehmen werben. Hier ein Beispiel für eine weitere Möglichkeit: Kaufen Sie ein Produkt von Anbieter A und erhalten Sie einen Gutschein für ein kostenloses Produkt von Anbieter B.

Vergessen Sie nicht, dass Zahlen nicht lügen. Bauen Sie stabile Beziehungen zu anderen Unternehmen auf und der Umsatz wird es Ihnen danken.


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