Homeoffice mit Kind

Angesichts der rasanten Ausbreitung von COVID-19 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Ausbruch zur Pandemie erklärt. Für die meisten Angestellten, die keinen systemrelevanten Beruf ausüben, findet der Berufsalltag jetzt also im Homeoffice statt. Und auch Kinder bleiben zuhause, denn Schulen und Kindertagesstätten wurden geschlossen, um die räumliche Distanzierung und teils auch restriktivere Maßnahmen durchsetzen zu können. Für viele Eltern ist das eine völlig neue Situation und sie fragen sich, wie sie gleichzeitig ihre Arbeit erledigen und auf die Kinder aufpassen sollen.

Die Umstellung auf diesen neuen Alltag wird bestimmt nicht einfach. Um die Situation unter Kontrolle zu bekommen, muss die eine oder andere Hürde überwunden werden. Wir haben uns mit Mitarbeitern von Vistaprint aus verschiedenen Ländern unterhalten und sie gefragt, wie sie diese schwierige Situation meistern.

Im Anschluss finden Sie ihre Tipps, wie Homeoffice mit Kind leichter bewältigt werden kann. Es hilft auch, sich in Erinnerung zu rufen, dass es nicht nur Ihnen so geht.

  • Routine entwickeln
  • Mit Partner/in abwechseln
  • An die frische Luft gehen
  • Aus Mücken nicht Elefanten machen
  • Fernsehzeiten vereinbaren

1. Routine entwickeln

Wir wissen, dass das oft leichter gesagt als getan ist. Deshalb sollte es auch keine allzu strikte Routine sein, sondern eine ungefähre Zeiteinteilung, sodass alle Mitglieder im Haushalt wissen, wann was ansteht. Essens- und Schlafzeiten müssen Sie natürlich nicht einplanen, da sie sich nicht ändern.

Bhavani Lee ist an unserem Standort in Sydney, Australien, tätig und hat einen acht Jahre alten Sohn. Sie hat uns gesagt: „Wir haben einen Tageszeitplan mit Aktivitäten für uns alle erstellt, z. B. Frühsport, gemeinsam frühstücken oder mittagessen, einen kurzen Spaziergang am Nachmittag machen und spielen. Außerdem haben wir in unseren Mobiltelefonen den Alarm mit den Schulpausen unseres Sohnes synchronisiert, damit er um dieselbe Uhrzeit wie immer Pausen macht und zu Mittag isst.“

2. Mit Partner/in abwechseln

Wenn Sie mit einem/r Partner/in zusammenleben, könnten sie sich abwechseln. Beispiel: Sie stehen früh auf und arbeiten, bis die Kinder aufwachen. Danach kümmern Sie sich bis zur Mittagszeit um die Kinder. Nach dem Mittagessen sind Sie dann wieder mit Arbeiten an der Reihe usw. Sie können sich so oft abwechseln wie nötig, ober bis Sie mit der Arbeit für den Tag fertig sind.

Diese Taktik nutzt auch Slim Guizani, der als Team Lead an unserem Standort in Tunesien arbeitet und zwei Kinder hat. „Ich stehe zwei Stunden eher als meine Frau und Kinder auf. So kann ich die Ruhe genießen und mich voll und ganz auf die schwierigsten Aufgaben konzentrieren. Im Laufe des Tages wechseln wir uns stündlich ab und während die Kinder schlafen, halten wir Team-Meetings ab und beantworten E-Mails. Außerdem nutzen wir diese Zeit für ein bisschen Sport.

3. An die frische Luft gehen

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel ein bisschen frische Luft ausmacht. Bereits eine kurze Pause auf dem Balkon hilft, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken.

David Reeson und seine Familie wohnen in Barcelona. Das Leben in einer Großstadt hat ihn gezwungen, kreative Alternativen zu suchen.

„Meine Tochter ist knapp drei Jahre alt und ein kleines Energiebündel. Hier in Spanien wurde eine strenge Ausgangssperre verordnet, daher haben wir es uns angewöhnt, auf dem Balkon Spiele zu spielen. Hüpfen, malen und basteln, verkleiden usw. Heute haben wir musiziert. Ich habe Songs von einigen bekannten Jazz-Musikern aufgelegt und mit ihr alle Musikinstrumente gespielt, die wir im Haus hatten.“

Wenn möglich, gehen Sie ein bisschen an die frische Luft oder setzen Sie sich zumindest auf den Balkon raus. Hier kann man schließlich auch gut telefonieren.

4. Aus Mücken nicht Elefanten machen

In Zeiten wie diesen macht es keinen Sinn, sich über ein bisschen Unordnung im Haus oder die Frisur aufzuregen. Sie sollten sich auch keine Gedanken darüber machen, was Ihre Kollegen denken, wenn Ihre Kinder während einer Videokonferenz in demselben Zimmer spielen oder Ihr/e Partner/in ein Telefongespräch führt. Vergessen Sie nicht, dass wir alle in demselben Boot sitzen.

Matina Fell von unserem Standort in Massachusetts, USA, hat drei Kinder und sieht das genauso. „Ich musste an einer Videokonferenz teilnehmen und bat meine Kinder, sich in der Zwischenzeit mit dem iPad zu beschäftigen. Anscheinend interessierte sie das nicht und stattdessen liefen sie hinter mir hin und her. Es hat jedoch niemanden gestört, tatsächlich haben wir alle herrlich darüber gelacht. Statt mich dafür zu schämen, habe ich einfach das Beste daraus gemacht.“

5. Fernsehzeiten vereinbaren

Die Expertenmeinung ist, dass Kinder pro Tag nicht mehr als eine Stunde fernsehen sollten. Wenn Sie jedoch gelegentlich eine Videokonferenz haben oder einen Bericht fertigstellen müssen, können Sie ruhigen Gewissens den Lieblingsfilm der Kinder oder ein unterhaltsames YouTube-Video abspielen. Außerdem gibt es auch viele Lernsendungen und -programme, die speziell für Kinder gemacht sind.

Erin McGarry arbeitet ebenfalls an unserem Standort in Massachusetts und hat zwei Söhne. Sie nutzt die Technologie, um ihren Kindern den Kontakt zu ihren Freunden zu ermöglichen. „Meine Jungs gehen normalerweise zur Schule, da ist es nur verständlich, dass sie ihre Schulkameraden vermissen. Über Skype, Zoom und FaceTime können sie sich mit ihren Freunden unterhalten und auch gemeinsam Spiele spielen. Diese Treffen finden zwar in der virtuellen Welt statt, doch so können sie zumindest in Verbindung bleiben.“

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